Contemporary Christian, Nov. 1984 - John Z. DeLorean: His Fall, His Fight, His Faith Part 2




1.) Einige Leute vemuten, dass Sie nur freigesprochen wurden, da Sie weiß, reich und in der Lage waren, sich einen guten Anwalt zu leisten. Ein Anderer wäre mit Ihren Anklagepunkten noch immer inhaftiert.

Das ist absoluter Schwachsinn. Durch die Aktionen der beiden Regierungen kann ich meine Anwälte bereits seit einem Jahr und zwei Monaten nicht mehr bezahlen! Sie mussten wirklich betteln und leihen, um sich lediglich Kopien leisten zu können. Zudem hatten wir kein Geld für die Aussagen von Experten, welche wir benötigten, um unseren Fall genauer darzustellen.
Wir wollten ein herausragendes Gerichtslaboratorium anwerben, um die Tonbänder zu analysieren. Einige der Bänder waren nämlich verfälscht und geändert worden. In einem der Videos gibt es eine 47-minütige Lücke. Auf vielen der Tonbandkassetten wurden entlastende Äußerungen absichtlich gelöscht. Es müssen 30 bis 40 gewesen sein, die von uns zurückgehalten wurden.
Diese Experten sollten ein wichtiger Teil unserer Darstellung werden, doch wir hatten kein Geld, um sie zu bezahlen. Wir konnten es uns nicht leisten, eine stabile Verteidigung aufzubauen. Wir riefen nur eine Zeugin auf, die nicht in der Regierung arbeitete, und das war meine Firmensekretärin; sie kam auch und sagte bezüglich ihres Telefonprotokolls aus - im Übrigen sehr couragiert, wenn ich das hinzufügen darf - welches bewies, dass die Regierung log.
Vor Gericht verhedderte sich auch der erste Zeuge, FBI-Agent Tisa, in seinen Lügen. Und zum Unglück der Regierung war Tisa bisher immer als sehr moralisch angesehen worden, sodass ihm seine Lügen doppelt schadeten. Er verlor an Glaubwürdigkeit. Es stellte sich heraus, dass er nicht nur gelogen, sondern auch Beweismaterial vernichtet und unter den Anweisungen des Klägers seine Aussage geändert hatte.
Der Informant der Regierung, der als Kronzeuge aussagen sollte, war ein berüchtigter Eidbrecher und somit ebenfalls ein Reinfall - ich glaube sein richtiger Name ist Timothy Dejong, der Name Hoffman war ein Deckname; er hat noch einen weiteren Decknamen, von dem die Regierung nichts weiß - und wahrscheinlich ist er auch in der Drogenbranche unter einem anderen Namen bekannt.
All das kam plötzlich ans Tageslicht. Einerseits natürlich auf Grund der einzigartigen Motivation, die Howard Weitzman und Don Re antrieb. Aber ich vermute, all das war auch Gottes Werk. Er brachte diese Leute ins Straucheln und Fallen, so wie er es in Psalm 27 ankündigte. Ihre Lügen flogen auf.
Plötzlich gestand auch der Chef der DEA [Drug Enforcement Administration] Dokumente gefälscht und rückdatiert zu haben; viele folgten seinem Beispiel. Wenn Howard und Don das getan hätten, würden sie heute im Gefängnis sitzen. Die Regierung tat es ungestraft. Sie sagten sich: "Ach, es wird schon nichts passieren." Das ist falsch!
[FBI] Agent Valestra wurde ebenfalls der Lügen überführt. Als er im Zeugenstand saß, entschuldigte er sich sogar dafür und ich glaube, das war Gottes Werk. Auch er hatte seine vereidigte Zeugenaussage nach ausdrücklichem Auffordern des Klägers geändert.
Und schließlich kündigte einer der Agenten, der die ganze Geschichte hautnah miterlebt hatte, wie durch ein Wunder seine Arbeit bei der DEA. Howard sprach mit seinem Anwalt und bat ihn vor Gericht auszusagen, doch er verweigerte dies wiederholt. Urplötzlich änderte er jedoch seine Meinung und entschied sich in letzter Sekunde dazu, doch auszusagen. Er war vor Gericht ein immens wichtiger Zeuge und schilderte ekakt, aus welchen Beweggründen sie gehandelt hatten.
Die Tatsache, dass Hoffman ihm großspurig mitteilte, er würde mich kriegen, da meine Firma in finanziellen Schwierigkeiten sei. Dass [FBI Agent Gerald] Scotti die Gegegebenheit in Betracht zog, dass das Weiße Haus mit der Sache zu tun hat und dass Ed Meece der Mann war, der letzten Endes darüber entschied, ob ich an der Ostküste oder an der Westküste verhaftet werden sollte. All das machte die Geschworenen zunehmend wütender.
Ich glaube, dies stellte die Sache so klar dar, dass jeder der Geschworenen bereits bei der allerersten Abstimmung sagte, ich sei unschuldig. Jeder von ihnen! Das ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass die Regierung Millionen von Dollar ausgegeben hatte, um mich dranzukriegen.
Ich glaube, es war eine Wundertat Gottes. Wir hatten kein Geld, keine Experten unter den Zeugen, Howard hatte von jedem Geld geliehen, den er finden konnte, ich hatte keine Hausrechnungen bezahlen können und wir hatten auf täglicher Basis Geld für Nahrungsmittel ausleihen und weiteres Geld für die Schulkleidung der Kinder borgen müssen. Trotz all dem...es muss eine Wundertat gewesen sein - ganz plötzlich kam diese unglaubliche, große und teure Maschine, die alles ins Strauchen und Fallen brachte.

2.) Wie denken Sie nun über die Regierung der Vereinigten Staaten?

Ich liebe dieses Land. Ich hoffe, das was mir zugestoßen ist kann als Beweis dienen, um zu zeigen was in diesem Land vorgeht. Recht und Regierung sorgen nicht länger für die Grundlage der Justiz und Moral. Sie sind im Stande moralische Verdrehungen aller Art herbeizuführen; ich ziehe eine sehr ernste Gefahr für unsere Nation in Betracht.
Wie Sie wissen steht in der Bibel häufig, dass die größten Feinde der Kirche in der Kirche lauern. Und ich glaube, das trifft auch auf die Regierung zu. Die größten Feinde der Verfassung und Freiheit dieses Landes sitzen in der Regierung. Das sind Leute, die das System missbrauchen, die Verfassung missachten und sie für ihre eigenen Zwecke, ihre Politik und ihre persönlichen Ziele benutzen. Ich glaube, von ihnen geht die größte Gefahr aus, da sie das Vertrauen in unsere elementaren Einrichtungen zerstören. Wie kann man jemals wieder dem FBI oder dem Justizminsterium trauen, wenn man deren skandalöse Verhaltensweise in meinem Fall und deren Drohungen an Martin Luther King betrachtet? Die größten Feinde sitzen in der Regierung. Wir müssen die Integrität der Einrichtungen irgendwie wiederherstellen.
Vielleicht wird es auch eine meiner Lebensaufgaben sein, bei dieser Sache zu helfen. Amerika trägt auf dieser Welt eine große Verantwortung. Amerika ist das Fundament der Freiheit auf dieser Welt. Und ohne Amerika als starke Demokratie und freies Land, das unsere Gründerväter erstrebten, wird die Freiheit auf der ganzen Welt weichen. Also ist es von Notwendigkeit Amerika zu erhalten, und zwar aus weit wichtigeren Gründen als dem Nationalstolz oder dem Patriotismus.
Ich glaube, es liegen einige ernste Probleme vor. Es gab eine Menge schrecklicher Ungerechtigkeiten. Das, was mir zugestoßen ist, kann man meiner Meinung nach als zeitgemäße Art des McCarthyism bezeichnen - für McCarthy's Bekanntheit und Ruhm zerstörte die Regierung wirklich das Leben vieler Menschen.

3.) Wenn Ronald Reagan Sie heute anrufen würde, was würden Sie ihm sagen? Wären es in etwa diese Zeilen?

Ich schätze, ich würde nach den Absichten einiger Personen im Justizministerium fragen. Ich war geschockt, als ich nach der Urteilsverkündung die Stellungnahme des Justizministers William French Smith sah. Er sagte: "Es tut uns Leid, dass er freigesprochen wurde." Das ist doch wirklich eine absolute Außerkraftsetzung seiner Verantwortung als Wächter über das Gesetz dieses Landes. Er hätte sagen müssen, dass es wunderbar sei zu sehen, wie Gerechtigkeit gewaltet hat, denn exakt das ist die Aufgabe der Geschworenen. Er sollte nicht der oberste Beschützer sein, sondern der Beschützer des Grundgesetzes. Er ist auch mein Anwalt! Ich denke, dies ist ein wunderbarer Beweis für das unglaubliche Missverstehen der Aufgaben dieser Leute in der Regierung. Ich spürte, dass Smith eigentlich sagte, das Justizministerium werde mich bis zu meinem Tod verfolgen.

4.) Die Presse hat in den letzten Jahren viel über Sie geschrieben. Was halten Sie von den vielen negativen Schlagzeilen?

Naja, ich denke, das alles war ziemlich gut manipuliert. Die Leute in der Regierung haben in dieser Angelegenheit wirklich ganze Arbeit geleistet. Doch wenn man zurückblickt erkennt man, dass die Nachrichten direkt nach meiner Verhaftung sehr sympathisch waren. Sie sagten: "Dieser arme Kerl hat eben so fanatisch versucht seine mit Schwerstarbeit aufgebaute Firma zu retten, dass er diese dumme Sache gemacht hat."
Ich glaube, diese öffentliche Meinung hat die Regierung schockiert. Sie starteten unverzüglich eine aggressive Hetzkampagne, um meine Glaubwürdigkeit zu zerstören. Auch die Britische Regierung meldete sich zu Wort. Sie behaupteten Dinge, die absolut nichts mit der Wahrheit zu tun hatten. Ich habe sogar noch Briefe der Britischen Regierung, die besagen, dass nichts von all dem wahr ist.
Ich glaube, all das fing nur an, da diese Leute so sehr mit dem Versuch beschäftigt waren, jemanden strafrechtlich zu verfolgen, der im Volk auf Sympathie stieß. Das drehten sie von heute auf morgen. Sie veröffentlichten viele Geschichten, die absolut erlogen waren. Hier ist ein Kerl, der noch keine brutale Tat in seinem Leben begangen hat. Ich hatte in meinem Leben nie Probleme mit dem Gesetz, da ich grundsätzlich gegen Gewalt bin. Doch plötzlich trug ich auf jedem Bild, das von mir gedruckt wurde, Handschellen oder Fußfesseln und wurde von einer Wache beobachtet. Warum?
Nun ja, sie versuchten die Einstellung eines Kriminellen darzustellen. Mit anderen Leuten... eigentlich mit fast allen Anderen, die mit mir im Gefängnis saßen, hatten sie nichts dergleichen getan. Sie taten es zweifellos, um mich wie einen schlechten Menschen aussehen zu lassen. Ich verstehe das.
Eine Minute nach meiner Verhaftung im Hotel schaltete ein Agent das Auto-Radio an. Der Chef des FBI leitete bereits eine Pressekonferenz bezüglich meiner Verhaftung. Das zeigt, wie exakt die Sache geplant worden war - ein sorgfältig organisierter Publicity-Trick.
Dann erzählte das FBI dem Time Magazin, dass ich beim Transport von Drogen in einem Flugzeug verhaftet wurde - eine grausame Lüge. Ich hatte nie zuvor Kokain gesehen. Ich hatte auch nie zuvor welches berührt. Ich weiß nicht wie es wirkt. Ich habe noch nie irgendwelche Drogen zu mir genommen und dabei wird es auch bleiben. Mein ganzes Leben lang war ich als gesunder Mensch bekannt. Und das bin auch in der Tat.
Doch das benutzten sie, um die Presse zu vergiften. Das ist absolut falsch. Das ist bösartig und teuflisch.
Auf der anderen Seite kann man den Reportern dafür nicht die Schuld geben. Sie waren schließlich nicht der Ursprung des ganzen Übels. Wir konnten die Sache immerhin drehen. Denn jedes einzelne Wort, das Howard Weitzman zu Beginn sagte, erwies sich als richtig.
Allerdings gibt es noch viele Dinge, die im Verborgenen liegen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass auch diese Dinge bald aufgedeckt werden. Wir müssen wahrscheinlich einen Zivilrechtsprozess auf uns nehmen, um das Fehlverhalten der Regierung und die Ungebühr des Klägers beweisen zu können. Aber ich denke, es ist wichtig diese Dinge klarzustellen. Ich erwarte bei der Sache keine finanzielle Gegenleistung, da sie in der Lage sind, derartige Gerichtsverhandlungen um Jahre hinauszuzögern.
Natürlich haben nicht viele Menschen die Ausdauer für soetwas. Also kommt es nur bei sehr wenigen solcher Fälle auch zu einem Prozess. Sofern man nicht eine Organisation wie die Quakers oder ACLU hinter sich hat - jemanden, der bereit ist die Sache anzupacken, egal was es ist - geht die Sache unter. Das Opfer ist sterblich, es wird nicht ewig leben. Die Regierung aber ist unsterblich, sie wird für immer leben.

5.) Der Sieg bei dieser Gerichtsverhandlung hat Ihren Anwälten nicht gerade geschadet.

Sie verdienen das! Ich glaube nicht, dass es in den Vereinigten Staaten zwei andere Anwälte gibt, die unter diesen besonderen Umständen das hätten leisten können, was Howard und Don geleistet haben. Sie lasen in etwa 80.000 bis 90.000 Regierungsdokumente persönlich und notierten sich jeden Widerspruch und jede andere, manifeste Information, die noch nicht aufgedeckt worden waren. So kamen sie an die Informationen, die uns vom Kläger zweifelsohne vorenthalten wurden. Und diese wiederum ließen uns erkennen, dass da irgendetwas nicht zusammenpasste. Irgendetwas musste fehlen...irgendetwas war nicht da.
Und dann kam aller heraus. Das wohl Entsetzlichste, was sie herausfanden, war die Tatsache, dass der Kläger mit dem vertrauenswürdigen Informant sorgfältig geprobt hatte! Vor Gericht fragte er diesen: "Warum sagen Sie aus?" Und der bezahlte Informant sagte: "Ich will Reue zeigen. Ich will zur Gesellschaft zurückkehren. Ich will ein guter Bürger werden. Ich will mir den Respekt meiner Mitmenschen verdienen. Ich will mein kriminelles Leben aufgeben." Wir fanden heraus, dass der Kläger genau denselben Text bereits mit anderen Informanten in anderen Prozessen benutzt hatte.
Aber noch schlimmer war, dass er uns ein Dokument vorenthielt, in welchem der vertrauenswürdige Informant klar machte: "Wenn ich nicht 10 Prozent von all dem bekomme, was Sie in diesem Fall beschlagnahmen, steige ich aus und werde die ganze Sache auffliegen lassen."
Der Richter war erzürnt. Er sagte: "Es steht fest, dass die Regierung durch das Vorenthalten dieses Dokuments illegal agiert hat." Und tatsächlich hatte sich der Kläger der Meineid-Beeinflussung schuldig gemacht, indem er dies zum Informanten gesagt hatte, obwohl er wusste, dass es nicht der Wahrheit entsprach. Und schließlich setzte Richter Takasugi noch einen darauf: "Der Informant ist nichts als eine gemietete Flinte. Er wird alles tun und alles sagen, sofern er den gewünschten Betrag dafür bekommt." Für einen Bundesrichter waren das ziemlich starke Worte.

6.) Wie haben Sie diese zwei Anwälte gefunden?

Das ist eine interessante Geschichte, da ich mit sehr vielen über meine Verteidigung sprach. Zu Beginn dachte ich, ich hätte ausreichend finanzielle Mittel, also wollte ich die Besten der Besten. Ich bekam von Bekannten sehr viel Unterstützung. Tatsächlich kannte ich keinen einzigen Verteidiger, der sich auf das Strafrecht spezialisierte, dafür aber umso mehr Firmenanwälte. Ich erhielt eine Vielzahl an Namen und sprach mit einigen der Besten persönlich. Viele von ihnen waren sehr an dem Fall interessiert, da sie das hohe Interesse der Öffentlichkeit erkannten.
Doch der Schlüssel war, dass jeder von ihnen nach Betrachtung der Einzelheiten in etwa denselben Denkansatz vertrat: "Unsere Verteidigung würde sich auf folgendes stützen: Sie haben den unglaublichen Aufstieg vom Kind einer armen Einwandererfamilie zu einer wichtigen Person des Landes geschafft. Sie haben das aus eigener Kraft bewältigt. Sie haben dem Land auf sozialer und ökonomischer Ebene viele bedeutsame Spenden zukommen lassen. Ungeachtet davon haben Sie versucht Ihren Traum, ihr Baby in Nordirland und die Arbeitsplätze dieser 2600 armen Angestellten zu retten."
Howard und Don vertraten, nachdem sie das Beweismaterial eingehend untersucht hatten, von Beginn an eine andere Meinung: "Hey, Du hast kein einziges Verbrechen begangen. Du bist absolut unschuldig. Diese ganze Sache ist inszeniert worden. Es war eine Falle."
Ich wollte auf der Grundlage verteidigt werden, dass ich unschuldig war. Nicht auf den Grundlagen meiner Sympathie oder sozialen Spenden, denn ich war unschuldig. Ich war in diese ganze Sache hineingezerrt worden. Die Regierung hatte all das inszeniert. Es war durch und durch eine hinterlistige Falle. Howard und Don erkannten das allein durch das Einsehen des Beweismaterials. Daher wählte ich sie...vielmehr wählte Gott sie.

7.) Jeder wollte Sie also verteidigen, doch nur diese Kerle sagten von Anfang an, sie wären von Ihrer Unschuld überzeugt?

Ja, so ist es. Sie schauten einfach nur auf das Beweismaterial und sagten: "Du hast kein Verbrechen begangen." Während all die Anderen sagten: "Sympathie ist der leichteste Weg zum Sieg." Ich wollte keine Sympathie. Ich habe nie irgendjemanden um irgendetwas gebeten. Ich möchte nur Gerechtigkeit.

8.) Einige Monate nach Ihrer Verhaftung ließen Sie sich von der Rolling Stone interviewen. Möchten Sie zu dieser Befragung noch irgendetwas sagen?

Zwei Dinge. Erstens: Wenn man sich das Interview noch einmal durchliest, erkennt man, dass sich alles was ich sagte als absolut richtig erwiesen hat. In anderen Worten: All meine Worte waren unumschränkt wahr. Alles erwies sich vor Gericht als die Wahrheit.
Damals war ich wütend und ich sagte einige Dinge...ich sagte nichts Falsches, aber ich sagte es auf die falsche Art und Weise. Dafür entschuldige ich mich. Ich benutzte einige Fluchworte, was absolut nicht meiner Natur entspricht. Heute würde ich soetwas nicht mehr tun. Ich bitte diejenigen, die den Artikel gelesen haben, um Verzeihung.
Aber jedes einzelne Wort hat sich als wahr herausgestellt. Und ich glaube, wenn wir die ausstehenden Prozesse hinter uns haben, und dazu zählen auch die Verleumdungsprozesse, wird man noch besser erkennen können, dass jedes einzelne Wort durch und durch der Wahrheit entsprach. Diese Sache war von Anfang an geplant worden. Damals glaubte mir niemand, doch jetzt wurde bewiesen, dass es wahr ist. Und ich glaube, wenn der Rest dieses Sachverhalts auch noch aufgedeckt wird, werden es alle glauben.

9.) Was hielten Sie von den Christen, bevor Sie selbst zu einem wurden?

Ich halte von den Christen nicht sehr viel, auch jetzt nicht, nachdem ich viele von ihnen gesehen habe. Ich glaube, sie haben ihre Rolle in der Welt fehlbesetzt. Es entsteht immer mehr die Tendenz, total passiv zu sein. Und ich glaube nicht, dass Gott das von uns sehen möchte.
Wenn man seine Anhänger in der Bibel betrachtet, erkennt man, dass jeder von ihnen bereit war das ultimative Opfer zu erbringen und alles zu geben, um die Wünsche Gottes zu erfüllen. Die heutigen Christen besitzen nur noch wenige dieser Eigenschaften. Sie haben die Absicht zu glauben, dass sie passiv sein und nur mit gerechten Gedanken dasitzen müssen, während sich die Erde weiterdreht. Diese Passivität der Christen ist der Grund für viele Rückgänge, insbesondere in der Moral des Landes. Man muss sich nur einmal ansehen, wie sich die Moral dieses Landes in den letzten 40 Jahren verändert hat. Als ich noch ein Kind war, konnte man die Pornografien und Filme von heute nicht haben. Tatsache ist, dass Geschlechtskrankheiten und Straßenkriminalität die größten Probleme dieses Landes sind. In New York lebten wir in der Nähe des Central Park, einem der schönsten Plätze der Welt. Aber kein New Yorker würde es jemals in Betracht ziehen, dort einmal bei Nacht spazieren zu gehen. Das ist tragisch und ein Armutszeugnis für unsere Nation. Sowohl die moralische Grundlage als auch die ethische Struktur unseres Landes sind in den letzten Jahren verloren gegangen. Und die Passivität der Christen hat zweifelsohne dazu beigetragen.
Heute sehen wir eine Art Wiedergeburt des christlichen Geistes. Ich hoffe, sie werden sich für die Dinge, an die sie glauben, und für das, was Gott von ihnen möchte, einsetzen. Was auch immer dafür getan werden muss, es muss getan werden.
Ich denke, es war emutigend zu sehen, wie wichtig einige der christlichen Sendungen für verschiedene politische Parteien wurden. Dies zeigt, dass die Menschen langsam aber sicher wieder erkennen, welch großen Einfluss die Christen in diesem Land haben.

10.) Drangen christliche Radio- und Fernsehsendungen bereits zu Ihnen durch, bevor Sie ein Christ wurden?

Ja, einige. Doch die Meisten sahen die Sache falsch. Billy Graham schrieb in seinem Buch, eine der größten Tragödien der Christenheit sei die Tatsache, dass die meisten der Leute, welche die Welt beeinflussen, keine Christen sind. Wir scheinen einfach nicht in der Lage zu sein, die Leute hinter uns zu bringen, die die Wirtschaftsführer dieses Landes sind.
Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass wir mit keiner dieser Schlüsselfiguren richtig kommunizieren. Mit Sicherheit hört man in der Regel nichts von diesem Standpunkt im Fernsehen.
Man muss sich daran erinnern, dass die intelligentesten Menschen der Welt mit der Zeit zu Christen wurden. Doch heute überzeugen wir diese Leute mit dem was wir tun nicht mehr. Wir machen irgendetwas falsch. Wir müssen unsere Fehler analysieren und herausfinden, wie wir mit diesen Menschen richtig kommunizieren können. Wir haben eine Botschaft, welcher, wenn wir sie richtig erzählen würden, kein intelligenter oder rechtschaffener Mensch widerstehen könnte.
Ich habe mein Leben mit den Geschäftsführern dieser Welt verbracht - aber nur fünf Prozent oder weniger von ihnen sind Christen. Das ist nicht richtig. Denn das sind die Menschen, die wirklich zählen. Das sind diejenigen, die die Stärken des Landes kontrollieren, welche vorwiegend in der Ökonomie liegen. Wir müssen diese Leute irgendwie in unseren Bann ziehen. Wir müssen dafür sorgen, dass sie den Wert der Dinge erkennen, die die Christenheit der Welt und ihnen selbst anbietet.

11.) Sehen Sie sich selbst als eine Art Schlüsselfigur in dieser Sache an?

Ich hoffe, dass ich, wenn ich letzten Endes all das hinter mir habe...ich plane, für den Rest meines Lebens irgendwie der Christenheit und der Kirche zu dienen, falls ich einen Weg herausfinde, der Sinn macht. Auf spiritueller Ebene habe ich nicht sehr viel Erfahrung. Ich habe keine theologische Vergangenheit. Gewisse Dinge stehen folglich nicht einmal in meiner Macht. Es gibt aber auch Dinge, bei denen ich etwas beisteuern kann. Und hier werde ich versuchen zu helfen.

12.) Cristina meinte, Sie hätten einmal gesagt: "Jetzt, da ich zu einem Christ geworden bin, werde ich nie wieder so Geschäfte machen können wie früher. Ich sehe nun den Pfad der Rechtschaffenheit." Welche Dinge hätten Sie aus heutiger Sicht damals anders gemacht?

Bestimmt keine Firmengeschäfte, denn ich glaube, ich habe - die Zeit wird letzten Endes beweisen, dass dies wahr ist - ich habe mit den Leuten immer auf einer moralischen Grundlage verhandelt. Wenn es um Bedingungen zur Vollendung ging, habe ich den Erfolg immer vor alles andere gestellt. In anderen Worten: Ich wollte die Dinge vollenden; und was auch immer dafür getan werden musste, ich tat es. Ich war so konkurrenzbetont, dass ich wettbewerbliche Tätigkeiten, wie beispielsweise Golf oder Bridge, aus meinem gesellschaftlichen Leben willentlich raushalten musste. Es machte keinen Spaß mit mir zu spielen. Das ist ein Bereich, den ich heute eindeutig mit anderen Augen betrachte.

13.) Sie haben angeblich einmal gesagt: "Ich bin nicht im Stande zu scheitern." Vertreten Sie noch immer diesen Standpunkt?

Ich vertrete ihn nicht auf diese Art und Weise. Ich meine, ich bin nicht im Stande das so zu denken.

14.) Sie ziehen also nach all dem was passiert ist - Sie sagten, dass Ihr Leben zerstört wurde und all das - nicht in Betracht, gescheitert zu sein?

Nur die Zeit wird uns das sagen können. Ich bin momentan so weit unten wie Ijob damals. Der Teufel hat sein Schlechtestes gegeben. Wenn wir uns in fünf Jahren wieder treffen, werden wir herausfinden, ob Gott mich zurückgebracht hat. Ich glaube, es gab irgendein schöpferisches Ziel, das Gott für mich im Sinn hatte, als er mich durch all diese Strapazen sandte. Wir werden herausfinden, was es ist. Er hat aus mir eine stärkere Persönlichkeit gemacht, insbesondere was meinen Glauben angeht. Ich habe Demut erfahren... mein Stolz ist hinüber. Ich weiß, dass hinter Gottes Macht kein Wunder steckt.

15. Gibt es noch irgendetwas Spezielles, das Sie unseren Lesern mitteilen wollen?

Zuerst einmal: Danke für eure Unterstützung und eure Gebete. Wir haben tausende von Briefen und eine sagenhafte Unterstützung von all den Christen im Land erhalten. Die Christen beten auch für unsere anderen Prüfungen, denen wir in Detroit gegenüberstehen. Und ich glaube aufrichtig, dass die christlichen Gebete am meisten dafür verantwortlich waren, dass unser Feind ins Straucheln und Fallen kam, und beim Lügen, Betrügen und Stehlen ertappt wurde. Gottes Macht durch die Kraft der christlichen Gebete ist der Hauptgrund für meine Rehabilitation. Es ist eine wunderbare Sache. Die Christliche Gemeinschaft setzt sich aus wundervollen Menschen zusammen.

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