Begonnen hat alles im April 1973, als ein gewisser John Zachary DeLorean im Alter von 48 Jahren als Vizepräsident von General Motors abdankte, um sich einen langjährigen Traum zu erfüllen: Den Bau seines eigenen Automobils.




Für das Design engagierte DeLorean den Italiener Giorgetto Giugiaro. Die erste Zeichnung wurde am 31. Juli 1975 fertiggestellt. Bereits zum damaligen Zeitpunkt waren Flügeltüren eingeplant, welche später neben der Edelstahlkarosserie zum Markenzeichen des Fahrzeugs werden sollten.




Im Oktober 1975 wurde mit der Gründung der DeLorean Motor Company (DMC) der Grundstein für die Zukunft gelegt. Für die Entwicklung eines Prototyps verpflichtete DeLorean Bill Collins, den damaligen Chefingenieur von Pontiac.




Der DeLorean sollte ursprünglich so sicher sein wie dieses "Safety Vehicle", wodurch dem Fahrzeug in frühen Entwicklungsstadien auch der Name "DSV" (DeLorean Safety Vehicle) verpasst wurde.




Anfang des Jahres 1976 wurde der erste und im Frühjahr 1978 schließlich der zweite Prototyp fertiggestellt. Die Automobilpresse zeigte sich begeistert und berichtete regelmäßig über das ehr- geizige Projekt.




Für die Überarbeitung des Prototyps zum Serienmodell wollte DeLorean die Firma Porsche anwerben. Da die Deutschen jedoch um vier Jahre Zeit baten, sah sich DeLorean anderweitig um. Er einigte sich schließlich mit Colin Chapman und dessen Firma Lotus, welche versprach, die Überarbeitung innerhalb von 18 Monaten durchzuführen. In der Zwischenzeit arbeitete auch Giugiaro nochmals am Design.




Im Jahr 1979 konnte John Zachary DeLorean die Britische Regierung als Investor hinzugewinnen. Als Gegenleistung für die 77 Millionen Pfund-Investition errichtete die DeLorean Motor Company ihre Fabrik in Dunmurry, einem nordirischen Krisengebiet. Bereits 1980 waren die Arbeiten an der zum damaligen Zeitpunkt modernsten Automobilfabrik der Welt in Rekordzeit abgeschlossen. Über 2400 Mitarbeiter wurden eingestellt; auf Grund der Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten achtete man darauf, dass die Mitarbeiteranzahl beider Konfessionen exakt übereinstimmte.




DeLoreans Projekt galt auch insbesondere deshalb als sehr vielversprechend, da der Amerikaner - im Gegensatz zu gescheiterten Vorgängern wie z.B. Malcolm Bricklin - eine ganze Reihe an Top-Führungskräften der Automobilbranche um sich zu scharen wusste.




Am 21. Januar 1981 verließen endlich die ersten 100 Fahrzeuge die Fabrik; sie wurden mit einer Spezial-Boeing nach Amerika geflogen. Später zog man den Seeweg vor und die Automobile erreichten die Vereinigten Staaten per Frachter.




Das Serienfahrzeug 'De Lorean' (auch DMC-12 genannt, obwohl dies nur ein interner Produktions- Code war) erhielt eine Verkleidung aus Edelstahl. Für den Antrieb sorgte ein V6-Aggregat von Renault, Peugeot und Volvo.




Die DeLorean Motor Company hatte immerzu mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Nachdem die ersten sechs Monate nach Verkaufsstart (Juni 1981) äußerst erfolgreich verlaufen waren, wurde John DeLorean gegen Ende des Jahres jedoch erstmals mit wirklich ernsten Schwierigkeiten konfrontiert. Beispielsweise herrschte in den Vereinigten Staaten ein ungewohnt kalter und schneereicher Winter, der den Automobilabsatz im Land um mehr als die Hälfte senkte. DeLoreans Automobil fand keine Abnehmer mehr und dringend benötigte Gelder blieben aus, weswegen die Britische Regierung erneut um Hilfe gebeten wurde. Mittlerweile hatte jedoch die Konservative Partei in England die bis dato regierende Labour-Partei abgelöst und alle Gespräche blieben ergebnislos. Im Februar 1982 wurde die DMCL-Produktionsstätte in Konkursverwaltung gesetzt.




Auf der Suche nach Geldern zur Rettung seiner Firma verstrickte sich Firmengründer John Z. DeLorean in ein dubioses, vom FBI eingefädeltes Kokaingeschäft. Nach seiner Verhaftung im Oktober 1982 wurde die Fabrik in Nordirland endgültig geschlossen. Alle Mitarbeiter wurden entlassen. Im Jahr 1984 konnte DeLorean die Öffentlichkeit zwar vor Gericht von seiner Unschuld überzeugen, doch seine Firma lag in Schutt und Asche und zahlreiche Investoren leiteten rechtliche Schritte ein, um ihr Geld zurückzuerhalten.



Nach umfangreicher Ursachenforschung in Hinsicht auf die Fehler, welche zur Firmenpleite führten, ist insbesondere der Part der Britischen Regierung noch immer nicht vollständig aufgedeckt. Es steht jedoch zweifelsfrei fest, dass die Thatcher-Regierung im Endeffekt nicht gänzlich schuldlos war.